Santa Margarita – Vereinigung der Kanaleigentümer aus aktuellem Anlass gegründet
Am vergangenen Samstag wurde die „Vereinigung der Eigentümer der Urbanisation Kanäle Santa Margarita“ ( Asociacion de Propietarios de la Urbanizacion Canales de Santa Margarita/Rosas) gegründet. Diese Vereinigung ist eine Untergruppe der „Vereinigung der Bürger (vecinos) und Eigentümer in Sta. Margarita“. Sie handelt mit Unterstützung der „Vecinos“, ist aber selbstständig und eine eigene „Rechtsperson“. Ihre im Entwurf vorliegenden Statuten werden derzeit überarbeitet. Die neue Vereinigung hat das Ziel, die
Rechte der Eigentümer an den Kanälen zu verteidigen und die Eigentümer zu informieren und zu beraten. 43 Personen hatten sich zur Gründung eingefunden, Spanier, Franzosen, Deutsche. Um rasch aktionsfähig zu sein, wurde ein vorläufiges Leitungsgremium gewählt. Das Präsidentenamt wurde Sr. Federico Macau übertragen, der auch Präsident der „Vecinos“ ist. Er vertritt die neue Vereinigung nach außen. Weiterhin wurde Sr. Valentin Menendez als „Sekretär“ gewählt, dessen Aufgabe die Schriftführung ist. Jede linguistische Gruppe wird durch Vizepräsidenten / Beisitzer (vocales) vertreten. Für die Spanier/Katalanen ist dies Sr. Walter Angermair, der auch die Kasse verwaltet. Die Franzosen vertritt Mde. Silvie Blaise Melot. Ansprechpartner und Beisitzer der Deutschen sind: Herr Konrad Ringler (vorläufig auch für die Engländer) und seine Vertreter Herr Harry Hofmann und Dr. Wolfram Janzen.
Für die neue Vereinigung besteht sofort Handlungsbedarf. Die Hafendirektion der Generalität von Katalonien hat dem Nautic Center S. A. die Erlaubnis erteilt, auf seinem bisherigen Hafengebiet eine Trockendockanlage zu errichten. Die bisherigen Schiffsliegeplätze sollen zugeschüttet und eine Fläche für Werftarbeiten errichtet werden. Nautic Center erkennt den Plan der Generalität für die Kanäle - wir haben darüber berichtet - an, d. h. das bisherige Eigentum von Nautic Center geht in Staatsbesitz ( maritimo terrestre und dominio publico) über. Im Gegenzug bekommt die Firma die Konzession für die Nutzung des Geländes zu „Hafendienstleistungen“. Dabei wird auch der 6-Meter Streifen zum „freien Durchgang“ eingerichtet.
Damit würde nicht nur der Eingangsbereich des Rio Grau am Meer Staatseigentum sein, sondern auch der Flussbereich am Ende von Margarita. Es ist ersichtlich, dass dies der Anfang der Umsetzung des Planes der Generalität ist. Die übrigen Kanalgebiete mit ihrem Privateigentum werden folgen, wenn dies durchgeht. Nun müsste auch der letzte Liegeplatz- und Hausbesitzer aufwachen und wissen, dass seine Eigentumsrechte im höchsten Grade bedroht sind. Hinzu kommen noch die massiven Geldforderungen, die die Generalität für die Nutzung seines Liegeplatzes vorsieht (sie belaufen sich für einen Liegeplatz von 12 x 4, 5 m auf 3.110 Euro im ersten Jahr).
Die „Vecinos“ wurden über dieses Vorhaben der Generalität als „Interessierte“ informiert, die Einspruch einlegen können. Auf der Gründungsversammlung der neuen Vereinigung wurde beschlossen, gegen den Beschluss über einen Rechtsanwalt Einspruch einzulegen, was rasch geschehen muss. Weitere rechtliche Schritte sind in diesem Zusammenhang notwendig und geplant. Damit ergibt sich schon der erste
Vorteil für die Mitgliedschaft: es wird gemeinsam Einspruch eingelegt und nicht einzelne müssen dies tun. Der Finanzaufwand für diese Schritte ist bescheiden verglichen mit den Kosten und dem Vermögensverlust, der bei der Realisierung des Planes der Generalität für die Kanäle auf den einzelnen Eigentümer zukommen. Deshalb rufen die Gründungsmitglieder alle Kanalanlieger auf, der Vereinigung der Kanaleigentümer beizutreten.
Es sind weitere Versammlungen im August geplant, bei denen Statuten und Eintrittsformulare (jährlicher Mindestmitgliedsbeitrag 50.- Euro) vorliegen werden. Die Daten werden in der ARENA und auf der Internetseite der „Vecinos“ bekanntgegeben (www. stamargarita.net). Eine eigene mehrsprachige Internetseite mit allen notwendigen Informationen ist in Arbeit (www.euroclub24.com).
Dr. Wolfram Janzen